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Großartige Events und viel Kultur

17. Mai 2006

Hamburg feiert die Eröffnung des Jungfernstiegs

Nach nur 21 Monaten Bauzeit wird der Jungfernstieg nach seiner Neugestaltung offiziell eröffnet. Der Verein „Lebendiger Jungfernstieg“ organisiert mit seinen Veranstaltungspartnern WAGS Hamburg Event, dem NDR und Radio Hamburg vom 19. – 21. Mai 2006 die offizielle Eröffnungsfeier auf dem Jungfernstieg.

 

Die Feierlichkeiten werden das Motto „gestern – heute – morgen“ tragen. Der Freitag wird die Historie des Jungfernstiegs beleuchten, der Sonnabend steht im Zeichen der Eröffnung und der Sonntag wird in die Zukunft Hamburgs weisen.

 

Von besonderer Bedeutung für die Feierlichkeiten ist der Grundgedanke der Wettbewerbssieger um Landschaftsarchitekt Professor Hinnerk Wehberg und Architekt André Poitiers, dass der Jungfernstieg wieder zu einer Kulturmeile werden soll:

 

Wenn früher der Kaiser nach Hamburg kam, wurde die Binnenalster zu einer prächtigen Bühne. Der Hamburger Historiker Prof. Hermann Hipp schrieb dazu im Jungfernstieg-Buch: „Für diese temporäre Freilichtbühne wurde der Jungfernstieg für die Bürger der Stadt zum Parkett, die Häuser dahinter zu Logenplätzen.“ Diese Idee griffen die Wettbewerbssieger u.a. mit der Umgestaltung des Anlegers in eine große Freilufttribüne mit verschiebbaren Bänken auf. Der neue Boulevard mit den dreiachsig gesetzten Silberlinden bildet quasi das Foyer und den Umlauf dieser neuen Kulturbühne. Zahlreiche Veranstaltungen auf der Binnenalster haben bereits in den letzten Monaten gezeigt, dass diese Idee aufgeht.

 

Dem Verein „Lebendiger Jungfernstieg“ war es besonders wichtig, den kulturellen Charakter des umgebauten Jungfernstiegs und dessen besondere Qualität auch am Eröffnungswochenende zu zeigen.

 

Gemeinsam mit dem NDR wird der Verein daher eine in dieser Form bislang noch nie da gewesene Wasserbühne vor dem Alsteranleger bespielen. Zudem wird Radio Hamburg mit einem bunten Programm auf einer weiteren Bühne auf der Reesendammbrücke für einen Unterhaltungsmix sorgen.

 

Das Deutsche Schauspielhaus, die Komödie Winterhuder Fährhaus, der Engelsaal und das Theater für Kinder werden am Sonntag auf der Wasserbühne mit Darbietungen die Besucher unterhalten. An allen drei Tagen finden täglich zwei Fashion-Shows statt, bei denen Models tänzerisch die Mode von gestern, heute und morgen vorführen. Zudem wird die Traber-Familie täglich in bis zu 50 Meter Höhe zwei Shows passend zum Tagesmotto auf dem Hochseil quer über der Binnenalster längs zum Jungfernstieg veranstalten.

 

Damit der Jungfernstieg während der Eröffnungsfeier in seiner ganzen Breite zur Geltung kommt und er für die Festaktivitäten genutzt werden kann, wird er in der Zeit vom 19. – 21. Mai zwischen den Straßen Große Bleichen und Neuer Wall für den Autoverkehr vollständig gesperrt. Anders als bei sonstigen Veranstaltungen gibt es daher keine hässlichen Sperrgitter in der Mitte des Jungfernstiegs, die Besucher können frei von einer Seite zur anderen flanieren.

 

Die besondere Qualität der Veranstaltung zeigt sich auch in den Ständen der Restaurants Shalimar und D.O.C. sowie in den weißen Pagodenzelten, die viele Stände optisch aufwerten. Die Hochbahn wird anlässlich der Feier im Bereich Jungfernstieg zwischen 12.00 und 19.00 Uhr den historischen Triebwagen T220 einsetzen. Darüber hinaus wird eine Nivea-Kinderanimation (u.a. Piratenschiff) an der Ecke Colonnaden/Neuer Jungfernstieg die kleinen Besucher unterhalten und verschiedenste Gastronomie für das leibliche Wohl sorgen.

 

Programm

 

Freitag, 19. Mai

Am Freitag findet um 15 Uhr mit der Pflanzung der letzten Silberlinde im Beisein von Stadtentwicklungssenator Dr. Michael Freytag, Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, dem Vorsitzenden des Vereins Lebendiger Jungfernstieg Mario Mettbach, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung „Lebendige Stadt“ Dr. Andreas Mattner und Spender Professor Günther Fielmann der Auftakt zur Feier statt.

 

Sonnabend, 20. Mai

Am Sonnabend Nachmittag findet eine Expertendiskussion (16.55 Uhr) zum Thema „Der Jungfernstieg gestern – heute – morgen“ statt, in der das Projekt Jungfernstieg reflektiert wird. Teilnehmer an dieser Diskussion sind Oberbaudirektor Jörn Walter, die Architekten Prof. Hinnerk Wehberg und André Poitiers sowie Unternehmer Ludwig Görtz. Die Moderation übernimmt Wido Röttger von NDR 90,3.

 

Abends wird der Jungfernstieg durch den Ersten Bürgermeisters Ole von Beust und den Mäzen Prof. Dr. h.c. Werner Otto um 19 Uhr offiziell und feierlich eröffnet. Lichtkünstler und Szenograf Michael Batz wird die Besucher um 22 Uhr mit einer musikalischen Licht- und Wasserinszenierung auf der Binnenalster verzaubern. Diese beinhaltet eine Choreographie bestehend aus einer Jungfernstieg-Projektion auf einer bis dahin noch nie da gewesenen Wasserwand (55 m breit, 17 m hoch, 35 m hohe Wasserfontänen), einem Hochseilakt der Traber-Familie, einem Ballett der Alsterdampfer, einem Laser auf das Blue Goal und einem Bodenfeuerwerk.

 

Sonntag, 21. Mai

Am Sonntag richtet sich der Blick in die Zukunft Hamburgs. Themenschwerpunkte sind die Kultur- und Sportstadt Hamburg. Die Stiftung Elbphilharmonie wird das Projekt Elbphilharmonie präsentieren. Hamburgs renommierte Sportvereine (u.a. HSV Fußball und Handball, Hamburg Freezers, Hamburg Sea Devils) werden den Anspruch Hamburgs als Sportstadt unterstreichen.

 

In einer Podiumsdiskussion (12.00 Uhr) werden Kulturstaatsrat Dr. Detlef Gottschalk, Theatermacher und Szenograf Michael Batz sowie der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Elbphilharmonie Dr. Bernd Eckardt das Thema „Kulturstadt Hamburg“ erörtern.

In einer weiteren Runde (12.45 Uhr) diskutieren Sportsenatorin Alexandra Dinges-Dierig, Bürgerschaftsabgeordneter Dr. Andreas Mattner, HSB-Präsident Günter Ploß, HSV-Aufsichtsratsvorsitzender Udo Bandow und Freezers-Manager Boris Capla das Thema „Sportstadt Hamburg“.

 

Die Neugestaltung des Jungfernstiegs

Mit seiner Neugestaltung erhält der Jungfernstieg nun seinen früheren Glanz zurück. Über 7,5 Mio. Euro kamen an privaten Spenden zusammen, insgesamt kostete der Umbau rund 16 Mio. Euro.

 

Professor Werner Otto gab im Januar 2003 mit seiner Spenden-Zusage von fünf Millionen Euro den symbolischen Startschuss für das Umbauprojekt. Seitdem haben viele Unternehmen und Privatleute wie Alexander Otto, Dr. Michael Otto, Dirk Möhrle, Professor Günter Fielmann, Lorenz von Ehren oder Hellmut Wempe gemeinschaftlich das Projekt durch Spenden und persönliches Engagement vorangebracht und zu einem Musterbeispiel für Public Private Partnership werden lassen.

 

Ermöglicht wurde dieses ehrgeizige Projekt dank der Unterstützung des Fördervereins „Lebendiger Jungfernstieg e.V.“. Auf Initiative der Stiftung „Lebendige Stadt“ und der Freien und Hansestadt Hamburg wurde der Förderverein im Juli 2002 von namhaften Hamburger Persönlichkeiten gegründet. Unter Vorsitz von Bürgermeister a. D. Mario Mettbach und dem Vorstandsvorsitzenden der „Stiftung Lebendige Stadt“ Dr. Andreas Mattner warb der Verein um private Spenden für die künstlerische, kulturelle und städtebauliche Neugestaltung des Jungfernstiegs, begleitete aktiv die Gestaltungsarbeiten, koordinierte die Wünsche der Anlieger, übernahm als Bauherr den Umbau des Anlegers und organisierte zusammen mit der WAGS von Dirk Marx (Alstervergnügen, Fischmarkt) das Jungfernstieg-Sommerfest 2003 und die offizielle Eröffnungsfeier.

 

Der Alsteranleger ist zu einer großzügigen kulturellen Freilufttribüne umgebaut worden, die die gesamte Breite des Jungfernstiegs einnimmt und bis an das Wasser führt. Von ihr wird man zukünftige Kulturveranstaltungen auf der Bühne Binnenalster genießen können. Wo sich vor kurzem kaum Menschen aufgehalten haben, verweilen jetzt wieder viele Besucher, genießen das wunderschöne Alsterpanorama und erfreuen sich hier an kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen. Vor der Freilufttribüne ist ein Boulevard mit einer dreiachsigen „auf Lücke“ gesetzten Silberlindenallee entstanden. Die Mittelinsel auf dem Jungfernstieg samt Zaun wurde entfernt, die Verbindung zwischen Stadt und Wasser ist wieder hergestellt. Weitere Veränderungen sind u. a. die neuen U-Bahnaufgänge häuser- und wasserseitig, eine Bushaltestelle zwischen Gänsemarkt und Rathausmarkt, ein deutlich vergrößerter Fußgängerbereich vor den Fassaden durch eine schmalere Fahrbahn, eine dezente künstlerische Beleuchtung und der Neubau eines modernen gläsernen Pavillons (D.O.C. und Hapag Lloyd). Als Abschluss der Alsterarkaden und Eingang zum Ensemble aus Kleiner Alster und Rathausmarkt entstand die neue „Bastion“, in der die Alster Touristik neue Räumlichkeiten gefunden hat und auf der vor wenigen Tagen von FahnenFleck an 16 Fahnenmasten erstmals wieder die Flaggen großer Hamburger Reedereien gehisst wurden. Bereits im September 2005 wurde der Jungfernstieg nach einer internationalen Studie zu einer der weltweit schönsten Einkaufsstraßen gekürt.

 

Mit der Bepflasterung des Gehwegs zwischen Streit`s-Kino und Gänsemarkt hat sich bereits ein Anschlussprojekt im Sinne von Public Private Partnership ergeben, das zu einem Großteil von den ansässigen Einzelhändlern und Grundbesitzern aus privaten Mitteln mitfinanziert wurde. Gleiches gilt für den Neuen Wall.

 

Statistische Daten zur Neugestaltung, es waren erforderlich:

 

Eröffnung  Eröffnung

 

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