Artikel auf Facebook posten oder twittern

Facebook
Twitter

» zurück

Umgestaltung des Jungfernstiegs

24. März 2005

 

Am Dienstag nach Ostern wird mit dem Abriss des ehemaligen Hapag-Lloyd-Pavillons eine weitere Bauphase am Jungfernstieg eingeleitet.

 

Teilfertigstellung Boulevard und Anleger West im Mai

Der Boulevard auf der Wasserseite ist jetzt zwischen Colonnaden und U-Bahn-Eingang weitgehend fertig gestellt und für Fußgänger bereits teilweise freigegeben. In diesen Tagen wird die Fläche noch verfestigt und verfugt. Zudem wird die Markierung für den Radweg eingeschnitten. Die meisten der von Günther Fielmann gespendeten

„Jungfernstieg-Silberlinden“ aus der Baumschule Lorenz von Ehren wurden bereits gepflanzt.

 

Westlich des Alsterpavillons ist die Landgewinnung jetzt zum Großteil abgeschlossen, ein erstes Stück des Anlegers – der neuen „Tribüne“ mit Blick auf die Lombardsbrücke – ist bereits für die Öffentlichkeit zugänglich. Es fehlen allerdings noch die verschiebbaren Bänke sowie die gesamte Beleuchtung.

 

Die ATG hat an dieser Stelle jetzt Container bezogen, da sie ihre bisherigen Räumlichkeiten unterhalb des Hapag-Lloyd-Pavillons vor dessen Abriss verlassen musste. Auch die Alsterdampfer legen jetzt bereits hier am neuen Anleger an. Am östlichen Ende des Jungfernstiegs entsteht derzeit die so genannte „Bastion“ als Verlängerung der Alsterarkaden, die künftig als Sitz der ATG dienen wird.

 

Anfang Mai wird der Anleger westlich des Alsterpavillons inklusive einer Rampe bis auf Bänke und Beleuchtung fertig gestellt sein. Ebenso wird dann der neue Boulevard von den Colonnaden bis zum U-Bahneingang bis auf die Baustellenüberfahrt zum mittleren Anlegerteil fertig gestellt sein. Auch Radfahrer können ab dann bereits den neuen Radweg nutzen.

 

Bereits die Hälfte aller Jungfernstieg-Bänke gespendet

In der Zwischenzeit konnte der Verein „Lebendiger Jungfernstieg“ bereits für die Hälfte aller Jungfernstieg-Bänke Spender finden. Die Bänke bieten künftig nicht nur endlich einen Sitzplatz mit hervorragendem Blick auf die Lombardsbrücke, sondern können für Veranstaltungen auf der Binnenalster auch zu einer Art Kultur-Freiluftarena zusammen geschoben werden.

 

Eine Musterbank steht derzeit an der Ecke Jungfernstieg / Resendamm. Das Muster dient dabei nicht nur zur Überzeugung potentieller Spender, sondern soll auch ganz real bei Wind und Wetter auf seine Einsatztauglichkeit überprüft werden – erste Erfahrungen sind bereits gesammelt worden.

 

Jede Bank wird künftig mit dem Namen des Spenders gekennzeichnet. Ab mindestens 2.000 Euro können Hamburger und Auswärtige eine Jungfernstieg-Bank spenden und damit künftig auf „ihrer“ Bank am Jungfernstieg sitzen.

 

Der eigens gegründete Verein „Lebendiger Jungfernstieg“ unter Vorsitz des ehemaligen Bürgermeisters Mario Mettbach, des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung „Lebendige Stadt“ Dr. Andreas Mattner und des HypoVereinsbank-Vorstands Dr. Stefan Schmittmann hat insgesamt bereits knapp 7,2 Millionen Euro gesammelt – u.a. auch mit verschiedenen kulturellen und künstlerischen Aktionen wie dem Jungfernstiegfest im Sommer 2003 und der Jungfernstieggala in der Fischauktionshalle im September 2004. Fünf Millionen Euro kommen allein vom Versandhausgründer Prof. Dr. h.c. Werner Otto. Weitere 500.000 Euro stiftete anlässlich des Spatenstichs im September der Hamburger Unternehmer Alexander Otto, der auch Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“ ist. Zu den namhaften Spendern zählen zudem u.a. Prof. Dr. Hermann Schnabel, Max Bahr, KarstadtQuelle, Ludwig Görtz, die HSH Nordbank, die HEW und Wempe. Dr. Andreas Mattner: „In zwei Jahren hat der Verein ‚Lebendiger Jungfernstieg‘ schon eine Menge erreicht. Das private Engagement bei diesem Projekt ist in dieser Größenordnung beispielhaft.“

 

Jungfernstieg wird zum Kulturboulevard

Bereits vor der Fertigstellung der neuen Hamburger „Freiluftarena“ für Kultur entwickelt sich der Jungfernstieg mehr und mehr zum Hamburger Kulturboulevard. Ab dem 30. März organisiert die Akademie Hamburg für Musik und Kultur jeweils mittwochs ab 19 Uhr „after work“-Konzerte an verschiedenen Orten am Jungfernstieg.

 

Los geht es am 30.03. um 19 Uhr mit den NDR-Sinfonikern „Gstrings“ auf der Kinobühne des Streit´s Filmtheaters.

 

» zurück