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Lebendiger Jungfernstieg: Jetzt kann jeder helfen

15. August 2004

Große Posteraktion in ganz Hamburg

Sie sind bunt und lebendig, machen gute Laune und sprechen Alt und Jung gleichermaßen an. Sie sind eine Komposition aus Popart, Comicstil und kubistischen Elementen. Sie sind ein Produkt des international renommierten Künstlers Frank Bürmann. Und sie sind ab sofort als Poster erhältlich: Die drei Jungfernstieg-Motive.

 

Einzelhändler für Sommerfest gesucht

Einzelhändler für Sommerfest gesucht

 

In Gegenwart des Künstlers gab der Vorsitzende des Fördervereins „Lebendiger Jungfernstieg“, Bau- und Verkehrssenator Mario Mettbach, zusammen mit seinem Stellvertreter Dr. Andreas Mattner, MdHB, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“, am 20. März 2003 im Elbe-Einkaufszentrum den Startschuss für den Verkauf der „Jungfernstieg-Poster“.

 

Ab sofort sind die Poster im Format 60 x 80 cm an folgenden Stellen für 15 Euro erhältlich – der Erlös fließt in den Umbau des Jungfernstiegs:

 

 

Alle drei Poster zusammen gibt es zum Sonderpreis von 40 Euro.

Mit diesen farbenfrohen und modernen Bildern erhalte der Name und gleichzeitig das Ziel des Vereins eine plakative Darstellungsform, so Mario Mettbach. Er sei sich sicher, dass diese Kunst als aufmerksamkeitsstarkes Kommunikations- und Werbemittel für den „Lebendigen Jungfernstieg“ genutzt werden könne.

 

Dr. Andreas Mattner ergänzte: „Auf diesem Weg können Hamburger und Nicht-Hamburger das Projekt in ihr Herz schließen und ihren Teil zur Umsetzung beitragen. Bereits bei der Illumination der Speicherstadt – dem ersten Projekt der Stiftung „Lebendige Stadt“ in der Hansestadt – haben die Hamburger durch den Kauf von Postern einen wichtigen Teil zu den Realisierungskosten beigetragen.“ Mattner dankte allen Unternehmen, die sich bereit erklärt haben, den Umbau des Jungfernstieges durch die Einrichtung einer Poster-Verkaufsstelle zu unterstützen.

Bürmanns Jungfernstieg-Werke sind Ausschnitt einer bunten, verfremdeten Alltagswelt: Anlehnungen an Andy Warhol oder Keith Haring sind nicht zu übersehen. „Meine Bilder erzählen Geschichten und erzeugen positive Gefühle beim Betrachter. Denn Alltag und Märchenwelt liegen oft näher beieinander, als man denkt“, sagt der Künstler, der die Poster im Elbe-Einkaufszentrum handsignierte.

 

Markenzeichen des international renommierten Künstlers sind knallige Farben, klare Formen und kindlicher Charme. Mit der bevorzugten Technik Acryl auf Leinwand interpretiert Bürmann Entwicklung, Charme und Einzigartigkeit des Jungfernstiegs mit der ihm eigenen Bildsprache.

 

Die Poster: Der Jungfernstieg dreimal anders

Im Hintergrund des Querformats (Titel „Panorama Jungfernstieg“) sind Häuserfassaden mit bunten Fenster-Füllungen zu sehen. Der Kopf einer Kuh und ein rotes Herz schimmern zwischen den Fenstern hindurch. Auf dem Boulevard liegen Wasserspielzeuge zwischen den Baumstämmen der dreiachsigen Baumallee verstreut. Auf der offenen Treppenanlage herrscht ein scheinbares Durcheinander aus Kaffeetassen, kleinen Segelbooten, Sitzkissen, einem schlängeligen Bach, Pflanzen in Töpfen und Herzchen. Auf dem Dach des Alex ein ähnliches Bild: Palmen, die Hamburg-Flagge, ein Schwan, eine Ente, eine Krone – ein modernes Stillleben als Treffpunkt verschiedener Generationen und Kulturen.

 

„Meine Bilder bedürfen keiner analytischen Auseinandersetzung, sondern visualisieren schlicht und ergreifend zwei Aussagen: Hier handelt es sich um den Jungfernstieg. Und – hier wird etwas Neues erschaffen. Die Kunst der Kunst ist dabei, eine allgemeingültige, leichtverständliche Ebene zu finden, die in ihrer Ausdrucksweise von vielen wahrgenommen wird“, sagt Bürmann.

 

Das Hochformat mit dem Alsterhaus (Titel: „Alsterhaus“) im Hintergrund trägt Bürmanns Markenzeichen: Den „kleinen Könich“. Die putzige Figur mit der Krone erfand er 1992 zur Geburt seines ersten Sohnes. Seitdem hinterlässt sie  überall ihre Spuren. Das Motiv mutet wie eine Bühne an – die Bühne, zu der der Jungfernstieg ab 2005 werden soll. Der rote Vorhang, mit zahlreichen Hamburger Wappen verziert, ist zur Seite gerafft. Der „kleine Könich“ steht in der Alster. In der rechten Hand hält er ein weißes Schiff, in der linken ein Schiff unter der Hamburger Flagge.

 

Im Mittelpunkt des zweiten Hochformats (Titel: „Lebendiger Jungfernstieg“) steht die „Hammaburg“. In einem scheinbar wilden Durcheinander sind Details vor rotem Hintergrund abgebildet: Ein Schwan, Schiffe, Kaffeetassen, ein Globus, der Fernsehturm; Baufahrzeuge, eine Kerze, Bäume, Vögel, Sterne, Kronen und vieles mehr sind auf dem Bild mit dem Schriftzug „Lebendiger Jungfernstieg Hamburg“ zu sehen. „Die für den Jungfernstieg entwickelte Symbol-Welt spricht eine klare Sprache. Sie repräsentiert den Standort und signalisiert die Umbruchstimmung, die ihn umgibt: ein Bagger als Symbol weckt natürlich die Assoziation ‚Umbauarbeiten‘. Ich möchte nicht, dass meine Werke studiert werden und der Betrachter sich fragt: Was hat der Künstler sich nun dabei gedacht?. Ich möchte, dass man sich in meinen Bildern wiederfindet, sich in ihnen verliert – als würde man einen Ausflug unternehmen“, sagt Bürmann.

 

Im Elbe-Einkaufszentrum werden auch Hamburg-Motive des Künstlers im Original zu sehen sein: Alster, Fernsehturm, Atlantic und Rathaus sind von ihm mit Acrylfarbe auf Leinwand gebracht worden. Pro verkauftem Kunstwerk spendet er 50 Euro für das Projekt (www.frank-buermann.de).

 

Sommerfest vom 27. – 29. Juni – namhafte Einzelhändler machen mit – weitere Einzelhändler gesucht

Ein weiteres Projekt des Fördervereins nimmt immer mehr Gestalt an: Bereits vom 27. bis zum 29. Juni 2003 soll das erste hochwertige „Jungfernstieg-Fest“ starten. Hauptattraktion ist der größte Laufsteg, den Hamburg je gesehen hat. Bereits jetzt haben sich mehrere Einzelhändler wie Görtz, C&A, Dressmann, Christ und Wempe bereit erklärt, sich auf dem Laufsteg zu präsentieren. Der Präsident des Landesverbandes des Hamburger Einzelhandels, Ludwig Görtz: „Das Jungfernstieg-Fest ist eine einmalige Gelegenheit für die Hamburger Einzelhändler, sich mitten in der Stadt unter freiem Himmel zu präsentieren. Kurz bevor die Hamburger in den Urlaub fahren, kann man ihnen hier Lust auf die neue Mode machen.“

 

Hintergrund: Das Konzept für Hamburgs neue Flaniermeile

Um den Jungfernstieg wieder zu Hamburgs beeindruckender Flaniermeile werden zu lassen, ist die Neugestaltung in drei Hauptbereichen geplant: Der Straßenraum ist frei gestellt und mit einem vergrößerten Fußgängerbereich vor den Fassaden konzipiert. Eine neue Bushaltestelle ermöglicht endlich das Aussteigen zwischen Gänsemarkt und Rathausmarkt. Auf der Wasserseite soll ein Boulevard mit einer dreiachsigen Silberlindenallee entstehen. Eine offene Treppenanlage, die die gesamte Breite des Jungfernstiegs einnimmt, schließt sich an und führt direkt zum Anleger. Weitere Zutaten der Verjüngungskur sind unter anderem: Ein ausgefeiltes Lichtkonzept, das den Schwerpunkt auf sanfte, zurückhaltende Bestrahlung legt, die Neuregelung der Verkehrsführung, eine Verbesserung des Zugangs zu den Colonnaden und der Abriss der bisherigen Pavillons (bis auf den Alsterpavillon „Alex“). An ihrer Stelle ist eine transparente Konstruktion aus Glas und durchscheinendem Gestein geplant.

 

Die Nahtstelle zwischen Stadt und Wasser, die in der Vergangenheit städtebaulich abgerissen ist, soll so wieder erweckt werden. Barrieren sollen abgebaut und das Wasser sowie der Blick auf die Lombardsbrücke zurückgewonnen werden. Die Alster kann dank der tribünenartigen Form des neuen Anlegers mit seinen verschiebbaren Sitzbänken künftig für Events jeder Form zur Bühne werden. Zudem soll der Neue Wall mit dem Anleger verknüpft und ein Entree für die künftige Europapassage am Ballindamm geschaffen werden. Das Konzept verschafft dem Gesamtkunstwerk aus Binnenalster, Kleiner Alster und Rathausmarkt neue Geltung. Der seit dem Jahr 1235 existierende Flanierboulevard erhält wieder klare Strukturen und wird deutlich aufgewertet.

 

Startschuss der Umbaumaßnahmen

Nachdem Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust am 27. Januar 2003 vom Hamburger Mäzen Prof. Dr. h.c. Werner Otto eine Spenden-Zusage über fünf Millionen Euro erhalten hatte, fiel der symbolische Startschuss für den Beginn der Umbaumaßnahmen. Inzwischen sind weitere Spenden eingegangen, u.a. von der Firma Max Bahr über 200.000 Euro.

 

Möglichst noch in diesem Jahr soll westlich des Alsterpavillons mit der Umsetzung des Entwurfes des Hamburger Teams WES und Partner und André Poitiers begonnen werden. Musterhaft soll dort der umgestaltete Jungfernstieg entstehen, so dass jeder Besucher bereits im nächsten Jahr einen Eindruck von dem Gesamtkonzept erhalten kann.

 

Zum Alstervergnügen 2005 soll Hamburgs traditionsreiche und zugleich neue Flaniermeile nach den Plänen des Senats und des Vereins „Lebendiger Jungfernstieg“ mit allen Hamburgern eingeweiht werden.

Mit den bereits im Finanzplan des Senats vorgesehenen vier Millionen Euro für den Umbau der Verkehrsflächen, stehen jetzt neun der insgesamt veranschlagten 14 bis 16 Millionen Euro für die Neugestaltung des Jungfernstiegs zur Verfügung. Gespräche mit weiteren Sponsoren laufen auf Hochtouren. Damit wird die Hansestadt in absehbarer Zeit nicht nur für Hamburger, sondern auch für ihre Touristen attraktiver.

 

Der Förderverein – Hamburger engagieren sich für den neuen Jungfernstieg

Am 22. Juli 2002 wurde der Förderverein „Lebendiger Jungfernstieg e.V.“ auf Initiative der Stiftung „Lebendige Stadt“ und der Freien und Hansestadt Hamburg von namhaften Hamburger Persönlichkeiten wie Radio-Hamburg-Programmdirektor Marzel Becker, Peter Kruse, Herausgeber des Hamburger Abendblattes, Ingo C. Peters, General Manager Hotel Vier Jahreszeiten, und vielen anderen engagierten Hamburgern gegründet.

Der Verein wirbt unter Vorsitz von Bausenator Mario Mettbach, dem Vorsitzenden der Vereins- und Westbank, Prof. Dr. Stephan Schüller und dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung „Lebendige Stadt“, Dr. Andreas Mattner, MdHB, um private Spenden und Sponsorengelder für die künstlerische, kulturelle und städtebauliche Neugestaltung des Jungfernstiegs. Zahlreiche namhafte Hamburger Unternehmen unterstützen den Verein inzwischen.

 

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